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Pflanzen beschneiden

Rosen schneiden


Um das Rosenschneiden ranken sich viele Mythen und jeder Hobbygärtner steht beim ersten Mal erfurchtsvoll vor seiner Rose innerlich betend, sie möge ihm seine zukünftigen Schnittfehler verzeihen.
Dazu läßt sich nur eines sagen:" Rosen schneiden ist weder schwierig noch heilig!"

Man sollte einfach nur wissen wie und wann die Rose geschnitten werden mag.
Eine genaue Anleitung zum Rosenschneiden können sie hier finden. (jahreszeiten-garten.de)




Bypass- oder Amboss-Schere?

Was versteht man unter diesen Scheren-Typen?

Bei Gartenscheren unterscheidet man grundsätzlich zwischen Bypass- und Amboss-Scheren. Bypass-Scheren sind Scheren bei denen zwei schneidende Klingen aneinander vorbei gleiten. Bei Amboss-Scheren trifft die eine schneidende Klinge hingegen auf eine glatte Metalloberfläche, den sogenannten Amboss.

Vor- und Nachteile?

Bypass-Schere:


  • grundsätzlich gut geeignet für einen präzisen, scharfen und sauberen Schnitt, bei dem die Pflanze so wenig wie möglich verletzt wird. Sie ist deswegen zu bevorzugen für den Schnitt von Rosen, Steckhölzern und im allgemeinen am grünen Holz.
  • man benötigt mehr Kraft für das schneiden mit der Bypass-Schere. Im Erwerbsgartenbau kann es schon eine Überlegung wert sein, ob man nicht doch zu einer Amboss-Schere greift, wenn man diese dauerhaft über längere Zeit am Tag nutzt und viel Schnitte ausführen muss, um Hand und Handgelenk zu entlasten.



Amboss-Schere:

  • sind insgesamt robuster und haben eine bessere Kraftübertragung. Dadurch sind sie angenehmer in der Benutzung
  • beim Schneiden wird der Zweig leichter gequetscht durch den verstärkten Druck auf den Amboss. Die Rinde platzt leichter auf, die Pflanze wird stärker verletzt und der Schnitt an sich ist nicht so präzise. Insgesamt eignen sich Amboss-Scheren daher eher für den Schnitt am toten Holz.



Fazit:

Insgesamt ist es sinnvoll eine qualitativ hochwertige Gartenschere zu wählen mit scharfen gut justierten oder sogar justierbaren Klingen. Dies ist für die Gesundheit der Pflanzen beim Schneiden ganz entscheidend. Ansonsten muss jeder Gärtner seine persönliche Schere finden, in dem er sie beim Kauf zur "Anprobe" in die Hand nimmt und, wenn möglich, ein paar Schnitte zu probieren. Im Handel sind so vielseitige Modelle zu haben mit unterschiedlichen Griffformen, Schneideinstellungen , für große und kleine Hände sowie für Links- und Rechtshänder, dass jeder sein "bestes" Modell finden dürfte.



Pflanzen schneiden nach dem Mondkalender

Volle Ernte bei halbem Mond?

Der Mondkalender gibt Aufschluss über den besten Zeitpunkt für das Zuschneiden von Pflanzen, die Ernte, Düngung, dem Unkraut jäten und für neue Anpflanzungen. Leider ist der Mondkalendermarkt ein großes Geschäft und auch nicht unbedingt die exakteste Wissenschaft, wodurch die einzelnen Anbieter teils entgegengesetzte Ratschläge geben.

Immer wieder wurden grobe Datenmengen durchforstet um zu überprüfen, ob an den überlieferten Weisheiten etwas dran ist. Gewöhnlich ergeben die Studien keine belastbaren Zusammenhänge. Die Anhängerschaft des Mondkalenders floriert aber unter Hobbygärtnern, Friseuren, Holzfällern und Co. Überhaupt für alle Lebenslagen verspricht der Mondkalender Orientierung.

Die Nähe zur Astrologie ist bei manchen Ratgebern unverkennbar, vor allem wenn sie sich daran orientieren in welchem Sternzeichen der Mond steht. Andere verzichten darauf und versuchen sich nur an den Mondphasen selbst zu orientieren, also zunehmender Mond, abnehmender Mond, Vollmond, Neumond, unter sich gehender Mond und über sich gehender Mond (wobei die beiden letztgenannten schon wieder eher an die Tierkreiszeichen grenzen).