Astschere & Heckenschere

Nicht alle Pflanzen im Garten lassen sich problemlos mit guten Gartenscheren stutzen bzw. beschneiden. Bei dickeren Ästen und Astgabeln von Bäumen,größeren Büschen , und wuchtigeren Stauden oder Sträuchern kann der relativ kurze Hebel einer noch so scharfen Hippe nicht ausreichen um den nötigen Druck hinter den Schnitt zu bekommen. Die Arbeit wird frustrierent anstrengend und die Schnitte oftmals unsauber. Für derartige Vorhaben benötigt man also schwereres Gerät: die Astschere

Höhere Rechweite mit Astscheren

Eine Astschere hat im Vergleich zur herkömmlichen Gartenschere zwei wesentlich länge Scherengriffe, was zum einem die Hebelwirkung des Schnittes zu Gute kommt - dickere Äste können relativ leicht bearbeitet werden - zum anderen natürlich auch die Reichweite
der Schere erhöht. Wo man bei kleineren Handscheren schon eine Leiter benötigen würde, verrichtet man mit der Astschere die Arbeit nach wie vor bequem vom Boden aus.
Die meisten Astscheren sind Bypass Scheren und sind mit kurzen Papageien-Scheren ausgestattet.

Sonderform: Teleskopastschere bzw. Teleskopschere

Dort, wo die normale Astschere nicht mehr hinkommt - also z.B höheres Geäst größerer Bäume - kann auf den Einsatz von Leitern verzichtet werden, wenn man zum Astschnitt
eine Teleskopastschere verwendet. Diese Sonderform hat nochmals längere, auszierbare Scherengriffe. Der Schnitt selbst wird über einen Seilzug vorgenommen.
Im Gegensatz zu den meisten Astscheren handelt es sich um Systeme mit Ambossscheren,
die zumeist oberhalb der Scheren zusätzlich eine Astsäge aufweisen.
Die Arbeit damit ist leider sehr anstrengend, da vorwiegend über Kopf agiert werden muss und der Seilzug sich zudem häufig im Geäst verfängt. Also ist die Teleskopastschere m.E leider nicht für größere bzw. langwierige Zuschnittarbeiten geeignet.

Der Mittelweg: Die Heckenschere

Besitzer kleinerer Gärten, die über keine größeren Bäume verfügen bzw. bei denen
sich die Hausverwaltung um den Baumschnitt kümmert brauchen normalerweise keine
Astscheren dieser Größenordnung. Wer trotzdem hin und wieder sein Gebüsch in Form trimmen will ist meist mit einer Heckenschere gut beraten. Charakteristisch für die Heckenschere sind die überaus langen Schneiden. Diese nehmen überlicherweise bis zu 50% der Gesamtlänge der Schere ein. Was aber auch bedeutet, daß die Heckenschere meist sehr lange Scherengriffe hat. Die dadurch entstehende Hebelwirkung ist meist für normale Arbeiten in kleineren Gärten völlig ausreichend.